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Die Ökostraße – Klimaschutz vor der eigenen Haustüre

aktuelles aus der Planungspraxis aus dem Raumplanungsbüro Fleischmann in Stillfried

Der Sommer steht vor der Tür, und mit ihm wohl auch wieder einige Hitzewellen – der Klimawandel ist nicht zu leugnen, und gefragt sind auch Maßnahmen „im Kleinen“. So können vergleichsweise einfache Schritte in der Raumplanung dazu beitragen, das Mikroklima zu verbessern, die Flächenversiegelung zu verringern, und damit einhergehend die Aufenthaltsqualität und den Zustand der Ökosysteme zu verbessern.

Ökostrasse mit Oberflächenwasserversickerung

Ein Beispiel hierfür stellen naturnahe Oberflächenentwässerungen oder „Ökostraßen“ dar: bei der Planung der Verkehrsflächen werden straßenbegleitende Bereiche vorgesehen, die das auf den befestigten Flächen anfallende Oberflächenwasser aufnehmen, speichern und langsam durch Versickerung bzw. Verdunstung wieder abgeben. Bei Trockenheit dienen die Flächen als Erholungsraum und Spielplatz, die Vegetation wertet außerdem das Straßenbild optisch auf. Der geringfügig erhöhte Flächenverbrauch wird durch die eingesparten Kosten des Regenwasserkanals und die Entlastung des weiterführenden Kanalnetzes sowie der örtlichen Kläranlage mehr als aufgewogen, positive Effekte für den Grundwasserspiegel ergeben sich durch die Einbringung vor Ort, und durch die Verdunstung des Regenwassers ergeben sich natürliche Kühlungseffekte für die unmittelbare Umgebung.

Eine derartige Straßengestaltung sollte bei der Neuschaffung oder Umgestaltung von Siedlungsgebieten unbedingt in Erwägung gezogen werden. Gerne unterstützen wir Sie in der Planung!

Regionale Leitplanung Weinviertel Südost läuft an

aktuelles aus der Planungspraxis aus dem Raumplanungsbüro Fleischmann in Stillfried

34 Gemeinden des Bezirks Gänserndorfs, von denen 32 bereits im Geltungsbereich des Regionalen Raumordnungsprogrammes Wien Umland Nordost liegen, werden in den kommenden Monaten hinsichtlich der künftigen Entwicklung die regionale Leitplanung Weinviertel Südost ausarbeiten.

Erste Arbeitsrunden, in denen die GemeindevertreterInnen über die künftigen Schritte und erste Erhebungen informiert wurden, haben bereits stattgefunden, es wurden erste Ideen und Anregungen gesammelt. Im Mai findet bereits das nächste Treffen der beteiligten Gemeinden statt, um weiter in der Planung voranzuschreiten.

Ausschnitt aus dem regionalen Raumordnungsprogramm Wiener Umland Nordost

Nicht zuletzt der vom Land Niederösterreich und der Stadt Wien geplante Grüne Ring um Wien soll mithilfe der Regionalen Leitplanung eine wesentliche Grundlage zu seiner Umsetzung bekommen – die abgestimmte Entwicklung der Gemeinden in der Planungsregion stellt sicher, dass die Chancen, die sich aus der Lage zwischen den Millionenstädten Bratislava und Wien ergeben, optimal genutzt werden. Schlagworte wie „Marchquerung“, „Schnellstraße S8“ oder „Speckgürtelgemeinden“ deuten auf die zu erwartenden dynamische Entwicklung der Region hin, gleichzeitig gilt es, die „Kornkammer Österreichs“ zu erhalten und zur Schließung des um die Bundeshauptstadt geplanten „Grünen Rings“ beizutragen. Zahlreiche Ziele, die es zu vereinen gilt, die kommenden Monate lassen spannende Entwicklungen erwarten!

Ortskernbelebung – Krapfen statt Donut

aktuelles aus der Planungspraxis aus dem Raumplanungsbüro Fleischmann in Stillfried

Die Aushöhlung der Ortskerne mit grundsätzlich guter Nahversorgung erfolgt schleichend über mehrere Jahre und Jahrzehnte – Einkaufszentren auf der „Grünen Wiese“ werden gebaut und Betriebe wandern dorthin ab. Die nun im Zentrum leerstehenden Geschäftslokale werden nur teilweise weitervermietet, und dies nicht nur aufgrund mangelnder Nachfrage. Oftmals besteht seitens der Liegenschaftseigentümer gar nicht der Wunsch nach einer weiteren Nutzung der Räumlichkeiten: lebt und arbeitet man im selben Gebäude, verschränken sich die Nutzungen und bestehen gemeinschaftlich genutzte Bereiche und Räume, die Trennung in mehrere Nutzungseinheiten wäre mit beträchtlichem Aufwand und hohen Kosten verbunden und wird deshalb nicht vorgenommen. Darunter leidet nun der gesamte Ort und – vordergründig nicht erkennbar, mittelfristig aber deutlich spürbar – auch die GebäudeeigentümerIn selbst, da mit dem Brachliegen und Veralten der Bausubstanz ein deutlicher Wertverlust der Liegenschaft einhergeht.

Leerstand

Die sich daraus ergebenden Folgen für die gesamte Bevölkerung der Gemeinde (oder sogar der Region), auch „Donut-Effekt“ genannt, sind mittlerweile in aller Munde: verödete Ortskerne mit geringer Aufenthaltsqualität, längere Wege für Besorgungen, weitere Abwanderungen von Betrieben – ein Teufelskreis, aus dem nur mit Hilfe aller Beteiligten ausgebrochen werden kann. Bewusstseinsbildung im persönlichen Gespräch zwischen Politik und LiegenschaftseigentümerInnen, die gemeinsame Entwicklung von Lösungsansätzen und das schrittweise Umsetzen der erarbeiteten Maßnahmen führen, wenn auch langsam, zum Ziel: vom Donut zum Krapfen, vom brachliegenden Ortskern zu belebten, gerne genutzten Zentrum.

Eine Möglichkeit zum Aufzeigen des innerörtlichen Potentials stellt eine Leerstandsdatenbank mit dem darauffolgenden Management derselben dar: bestehende Nutzungen und Leerstände werden samt Metadaten (Eigentumsverhältnisse der Liegenschaft, Lage im Gebäude und Größe der jeweiligen Einheit, Erreichbarkeit für Zulieferverkehr, Ausbaumöglichkeiten, Kundenparkplätze etc.) erhoben und planlich dargestellt. Auf Grundlage dieser Daten können dann weitere Schritte wie Kontaktaufnahme mit EigentümerInnen und potentiellen NutzerInnen, Erstellung von Nutzungs- und Verwertungskonzepten, Maßnahmen im Flächenwidmungs- und im Bebauungsplan etc. gesetzt werden. Gerne beraten wir Sie diesbezüglich!

Otto Wagners Vision lebt fort – der Grüne Ring um Wien

aktuelles aus der Planungspraxis aus dem Raumplanungsbüro Fleischmann in Stillfried

Vor über 100 Jahren wirkte der berühmte Stadtplaner Otto Wagner in Wien, eines der von ihm zentral verfolgten Themen war der ringförmige Aufbau der Stadt – noch heute zeugen im Bereich der Verkehrsabwicklung die Ringstraße und der „Gürtel“ mit der ehemaligen Stadtbahn, der heutigen U6, von seinen Planungen, die aber noch weitere Maßnahmen umfassten. So soll nun 100 Jahre nach Otto Wagners Tod der schon von ihm vorgesehene „Grüne Ring“ umgesetzt werden – ein Band von Agrar- und Grünflächen rund um die Bundeshauptstadt soll in Zusammenarbeit der Umlandgemeinden Wiens, des Landes Niederösterreichs und der Stadt Wien entstehen.

Einerseits bestehen durch den Wienerwald und die Donauauen bereits großflächige Bereiche im Nahebereich der Millionenstadt, andererseits gilt es, diese Grünräume zu vernetzen, um die Biodiversität zu fördern.

Grüner Ring um Wien

Hierzu sollen nicht zuletzt die von der Niederösterreichischen Landesregierung in Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden durchgeführten Leitplanungen beitragen: die Leitplanung Nordraum Wien entlang der hochrangigen Verkehrsachse A5 und die Leitplanung Mödling an der Südachse sind bereits abgeschlossen (und haben das Vorhaben entsprechend berücksichtigt), nun sollen mit den Leitplanungen Weinviertel Südost und Schwechat weitere Schritte gesetzt werden.

Die Planungsprozesse umfassen Maßnahmen zur Siedlungs- und Betriebsgebietsentwicklung, sollen aber natürlich auch die Grünraumvernetzung sicherstellen, dies nicht zuletzt durch die Festlegung von Siedlungsgrenzen.

Die Arbeiten für die regionale Leitplanung Weinviertel Südost starten in diesen Wochen, die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit verspricht interessante Einblicke und Denkanstöße!

Macht und Ohnmacht der BürgermeisterInnen

aktuelles aus der Planungspraxis aus dem Raumplanungsbüro Fleischmann in Stillfried

Das Raumplanungssymposium des ORTE-Architekturnetzwerks NÖ im November 2018 behandelte die „Macht und Ohnmacht der BürgermeisterInnen“ als zentrales Thema und damit die Herausforderungen, denen sich die Gemeindeoberhäupter tagtäglich ausgesetzt sehen. Raumplanung als Tätigkeitsfeld in der Verantwortung der Gemeinden stellt die wesentlichen Weichen für die Entwicklung einer Kommune (und oftmals die gesamte Region). Hierbei treffen zahlreiche Nutzungsansprüche und komplexe Anforderungen aufeinander, die oftmals nur schwer zu bewältigen sind.

Im Symposium kamen BürgermeisterInnen unterschiedlich strukturierter Gemeinden zu Wort und berichteten aus ihrem täglichen Wirken und den damit verbundenen Aufgabenstellungen. So ist es schwierig, der Bevölkerung zu vermitteln, dass auch Land und Bund Einfluss auf die Planungen haben und BürgermeisterInnen deshalb oft an die Grenzen ihrer Zuständigkeiten stoßen, also nicht mangelnder Wille oder fehlendes Engagement die Umsetzung von Projekten beeinflussen.

Weiters weisen Flächenwidmungs- und Bebauungsplanung als Instrumente der Ordnungsplanung in einigen Bereichen zu wenig Griffigkeit auf – Schlagworten wie Ortskernbelebung, Baulandmobilisierung oder Leerstandsmanagement fehlen oft wirkungsvolle Instrumente zur Umsetzung. So würden die Wiedereinführung der Infrastrukturabgabe (die für ungenutzte Baulandflächen eingehoben wird, um die für die Gemeinde laufenden Kosten ins Bewusstsein zu rufen und zur teilweisen Deckung dieser beizutragen) und die finanzielle Unterstützung der Gemeinden beim Flächenankauf zur Sicherung eines Standorts, bis dieser weiter entwickelt werden kann, den Handlungsspielraum der Kommunen deutlich ausweiten und erleichtern. Das persönliche Gespräch zwischen Politik und Bevölkerung, wie es von BürgermeisterInnen täglich in Gemeinden geführt wird und oftmals zu innovativen und zukunftsträchtigen Maßnahmen führt, erhielte dadurch deutliche Unterstützung.

Das Bezugsniveau in der NÖ Bauordnung 2014 LGBl. 53/2018

Bild zur Rechtsgrundlage Raumplanung Stadtplanung Barbara Fleischmann in Stillfried

6. Novelle NÖ BO 2014Am 28. Juni 2018 wurde vom NÖ Landtag die 6. Novelle der Bauordnung beschlossen, die am 30. August Rechtskraft erlangt hat.

Eine für die Raumordnung wesentliche Änderung betrifft das Bezugsniveau zur Feststellung der Gebäudehöhe, nachfolgend erläutern wir Ihnen die wichtigsten Neuerungen:

  • Wird das Bezugsniveau für eine Fläche außerhalb des Gültigkeitsbereiches eines Bebauungsplanes festgelegt, so unterliegt das Verfahren hierfür künftig den Bestimmungen des Verfahrens für Bebauungspläne, es ist also unter anderem eine öffentliche Auflage von sechs Wochen durchzuführen, die betroffenen GrundeigentümerInnen sind zu verständigen und Stellungnahmen sind in Erwägung zu ziehen (§ 67 Abs. 4 NÖ BO 2014 LGBl. 53/2018).
  • Die Verpflichtung zur Herstellung des Bezugsniveaus besteht künftig nicht mehr von vornherein; diese kann erforderlichenfalls im Zuge der Festlegung des Bezugsniveaus verordnet werden (§ 67 Abs. 4 NÖ BO 2014 LGBl 53/2018). Das Bezugsniveau wird also lediglich zur Ermittlung der Gebäudehöhe herangezogen, muss aber nicht mehr umgesetzt werden.
  • Liegt ein Grundstück außerhalb des Geltungsbereiches eines Bebauungsplanes bzw. einer Verordnung des Gemeinderates über die Höhe des Bezugsniveaus und tiefer als die beiden Nachbargrundstücke, weil deren Geländeniveau vor dem 13. Juli 2017 rechtens abgeändert wurde, so darf das Bezugsniveau per Bescheid an das Niveau auf die maximale Höhe der Randbereiche (3m zur seitlichen Grundgrenze) der Nachbargrundstücke festgelegt werden (§ 67 Abs. 3a NÖ BO 2014 LGBl. 53/2018). – Weist eine Parzelle also eine Wannenlage gegenüber ihren Nachbarn auf, darf das Niveau angeglichen werden.

Wenn Sie Detailfragen zu diesen – und anderen – Punkten der Bauordnung haben, kontaktieren Sie uns!

Startschuss zur regionalen Leitplanung Weinviertel Südost

aktuelles aus der Planungspraxis aus dem Raumplanungsbüro Fleischmann in Stillfried

§1 regionales Raumordnungsprogramm Wien Umland NordostFür die sich dynamisch entwickelnde Region des südöstlichen Weinviertels soll das regionale Raumordnungsprogramm überarbeitet und um weitere Planungsinhalte ergänzt werden. Die Lage zwischen Wien und Bratislava im Einzugsbereich der S1/A5 und der geplanten Schnellstraße S8 lässt sowohl Bevölkerungszahlen wie auch Betriebsansiedlungen überdurchschnittlich rasch wachsen, eine geordnete Entwicklung soll erzielt werden.

Wie auch entlang der Nordautobahn A5 wird eine regionale Leitplanung erfolgen, im Zuge derer die NÖ Landesregierung gemeinsam mit den betroffenen Gemeinden die Planungsziele für die Region erarbeitet, die dann im regionalen Raumordnungsprogramm „Wien Umland Nordost“ umgesetzt werden.

Das Planungsgebiet wird voraussichtlich den derzeitigen Geltungsbereich des regionalen Raumordnungsprogrammes Wiener Umland Nordost umfassen.

Die Erarbeitung der Festlegung wird in enger Zusammenarbeit mit den Gemeinden erfolgen, um alle Interessen zu berücksichtigen und auf die bestehenden Stärken und Schwächen optimal einzugehen. Die Kommunikation von Vertretern der NÖ Landesregierung und der betroffenen Gemeinden auf Augenhöhe ermöglicht bestmögliche Problemlösungen und gewährleistet eine hohe Akzeptanz der letztendlich getroffenen Festlegungen.

Künftig wird das regionale Raumordnungsprogramm Wien Umland Nordost neben Festlegungen zu Siedlungsentwicklung und und regional bedeutsamen Grünräumen sowie der Abstimmung des Materialabbaus auch Inhalte, die u.a. die Lenkung der Bevölkerungsentwicklung, die Mobilisierung von Bauland, die Vermeidung von Zersiedelung und die Erhaltung und Verbesserung der Struktur des ländlichen Raumes zum Ziel haben, umfassen.

 

BAUM 2020 – Bratislava Umland Management

aktuelles aus der Planungspraxis aus dem Raumplanungsbüro Fleischmann in Stillfried

Am 16. Oktober 2018 fand in Hainburg die 1. Bratislava Umland Konferenz zum Thema „Grenzüberschreitende [Stadt]Regionen“ statt.

Zahlreiche VertreterInnen aus Politik, Verwaltung und Planung nahmen teil, um sich über den derzeitigen Stand der Initiative und die künftig geplanten Schritte auszutauschen.

Da unser Büro mehrere Gemeinden aus der Planungsregion betreut, nahmen auch wir an der Konferenz teil und bekamen wertvolle Einblicke in die Arbeit des BAUM: die Region, die sich derzeit über die entsprechend gelegenen Teile Österreichs und der Slowakei erstreckt und in naher Zukunft auf Ungarn ausgedehnt werden soll, gilt als eine der wachstumsstärksten für die kommenden Jahre. Dementsprechend sollen zeitgerecht Schritte gesetzt werden um den Zusammenhalt zu stärken und die Schwächen des in drei Staaten gelegenen Gebietes optimal zu kombinieren.

 

 

Hühnerhaltung in Wohngebieten – 6. Novelle der NÖ BO 2014

Bild zur Rechtsgrundlage Raumplanung Stadtplanung Barbara Fleischmann in Stillfried

6. Novelle NÖ BO 2014

Die 6. Novelle zur NÖ Bauordnung 2014 wurde am 28. Juni 2018 vom Niederösterreichischen Landtag beschlossen und erlangte am 30. August 2018 Rechtskraft.

 

 

 

Eine der Änderungen betrifft die Aufstellung mobiler Hühnerställe: diese ist künftig anzeigepflichtig (§ 15 Abs. 1 Z. 2b NÖ BO 2014 LGBl. 53/2018), es sind also entsprechende Unterlagen einzureichen und (zumindest) die sechswöchige Prüffrist der Baubehörde (§ 15 Abs. 3 und 4 NÖ BO 2014 LGBl. 53/2018) abzuwarten, bevor die Errichtung durchgeführt werden darf.

Der Gesetzgeber ermöglicht damit der Baubehörde, in den Sachverhalt der Hühnerhaltung in Wohngebieten einzugreifen, indem sie gegebenenfalls entscheidet, dass das Bauvorhaben nicht der Flächenwidmung entspricht. Lt. NÖ Raumordnungsgesetz 2014 ist das Bauland-Agrargebiet für Bauwerke, die „… und der sonstigen Tierhaltung, die über die übliche Haltung von Haustieren hinausgeht, bestimmt sind“ vorgesehen. Im Umkehrschluss ist im Bauland-Wohngebiet die Haltung von Haustieren „im üblichen Ausmaß“ gestattet, lt. NÖ ROG dient es für Gebäude, welche „…keine das örtlich zumutbare Ausmaß übersteigende Lärm- oder Geruchsbelästigung sowie sonstige schädliche Einwirkung auf die Umgebung verursachen.“ – die Entscheidung darüber, wie viele Hühner nun ein übliches Ausmaß darstellen bzw. ein örtlich zumutbares Ausmaß an Lärm- oder Geruchsbelästigung verursachen, obliegt nun eben der örtlichen Baubehörde. Die Haltung von Hühnern in Wohngebieten ist seit längerem Anlass für Nachbarschaftsstreitigkeiten und beschäftigt zwischenzeitlich auch die Höchstgerichte.

Es können aber noch weitere Rechtsmaterien zur Anwendung kommen; so stehen Nachbarn, die sich in ihrer Ruhe gestört fühlen, u.a. zivilrechtliche und verwaltungsstrafrechtliche Schritte offen.

(Quelle: „NÖ Gemeinde Fachjournal für Gemeindepolitik“, Ausgabe Oktober 2018, S.18ff)

NÖ Geotage 2018 – „Hohlräume im Boden“

aktuelles aus der Planungspraxis aus dem Raumplanungsbüro Fleischmann in Stillfried

Am 13. und 14. September 2018 lud die NÖ Landesregierung zum wiederholten Mal zu den NÖ Geotagen ins Schloss Haindorf. Thema der heurigen Veranstaltung waren „Hohlräume im Boden/Untergrund und ihre Auswirkung auf die Oberfläche“. Zahlreiche Referenten wie etwa Bgm Richard Schober aus der Marktgemeinde Gaweinstal, Herbert Prokschi von der BH Mistelbach, Klemens Grösel von der Abteilung BD1 der NÖ Landesregierung, Bgm Erich Moser aus der Marktgemeinde Hinterbrühl oder Gilbert Pomaroli von der Abteilung RU2 der NÖ Landesregierung gaben in ihren Vorträgen interessante Einblicke in ihre Arbeit und täglichen Erfahrungen mit unterirdischen Hohlräumen und die damit verbundenen Herausforderungen.

Gerade für die Örtliche Raumplanung und Bebauungsplanung sind Standortfaktoren, allen voran die natürliche Baugrundeignung, wesentlich. Eine ständige Auseinandersetzung und Vertiefung in diesen Materien erscheint uns daher unerlässlich!