{"id":1094,"date":"2020-03-02T08:00:06","date_gmt":"2020-03-02T08:00:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.raum-planung.at\/?p=1094"},"modified":"2020-03-02T13:35:55","modified_gmt":"2020-03-02T13:35:55","slug":"bebauungsweisen-in-noe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.raum-planung.at\/index.php\/2020\/03\/02\/bebauungsweisen-in-noe\/","title":{"rendered":"Bauen, aber wie? &#8211; Bebauungsweisen in Nieder\u00f6sterreich"},"content":{"rendered":"\n<p data-block-type=\"core\">Etwa die H\u00e4lfte der nieder\u00f6sterreichischen Gemeinden hat\neinen Bebauungsplan verordnet, um die Entwicklung der Siedlungsstrukturen\nlenken zu k\u00f6nnen und die Verkehrserschlie\u00dfung zu regeln. Unter anderem wird in\neinem solchen die Bebauungsweise festgelegt, welche einzuhalten ist. Diese legt\ndie Situierung der Geb\u00e4ude in Bezug auf die seitlichen Grundgrenzen fest und\nist im \u00a7 31 des N\u00d6 Raumordnungsgesetzes 2014 geregelt.<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Der Gesetzgeber sieht vier Bebauungsweisen vor: geschlossen\n(g), gekuppelt (k), einseitig offen (eo) und offen (o), die sich wie folgt\nunterscheiden:<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\" data-block-type=\"core\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.raum-planung.at\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/geschlossen3.jpg\" alt=\"Grafik geschlossene Bebauungsweise in N\u00d6\" class=\"wp-image-1105\" width=\"400\" height=\"281\"\/><figcaption>geschlossene Bebauungsweise in N\u00d6 (eigene Darstellung, N\u00d6 ROG 2014)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Geschlossen \u2013 das Hauptgeb\u00e4ude muss \u00fcber die H\u00e4lfte der Bauplatzbreite einnehmen, \u00fcber die gesamte Bauplatzbreite muss ein geschlossener Eindruck hergestellt werden. Ein solcher kann auch mittels Nebengeb\u00e4uden und baulichen Anlagen wie Einfriedungen und Toren oder \u00e4hnlichen Gestaltungselementen erreicht werden. <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\" data-block-type=\"core\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.raum-planung.at\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/gekuppelt1.jpg\" alt=\"Grafik gekuppelte Bebauungsweise in N\u00d6\" class=\"wp-image-1101\" width=\"400\" height=\"284\"\/><figcaption>gekuppelte Bebauungsweise in N\u00d6 (eigene Darstellung, N\u00d6 ROG 2014)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Gekuppelt \u2013 auf zwei benachbart liegenden Parzellen sind die Hauptgeb\u00e4ude an der gemeinsamen seitlichen Grundgrenze \u00fcberwiegend aneinander zu bauen. Auf der anderen Seite ist jeweils ein seitlicher Bauwich freizuhalten, dieser hat die halbe Geb\u00e4udeh\u00f6he, mindestens aber 3\u00a0m zu betragen. Im seitlichen Bauwich d\u00fcrfen KEINE Nebengeb\u00e4ude errichtet werden (bauliche Anlagen, deren Verwendung der von Geb\u00e4uden gleicht, also z.B. Carports, sind jedoch erlaubt). Die Errichtung einer Garage ist also nur au\u00dferhalb des seitlichen Bauwichs m\u00f6glich. <\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\"><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\" data-block-type=\"core\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.raum-planung.at\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/einseitigoffen2.jpg\" alt=\"Grafik einseitige Bebauungsweise in N\u00d6\" class=\"wp-image-1099\" width=\"400\" height=\"293\"\/><figcaption>einseitig offene Bebauungsweise in N\u00d6 (eigene Darstellung, N\u00d6 ROG 2014)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Einseitig offen \u2013 auf mehreren benachbarten Baupl\u00e4tzen sind die Hauptgeb\u00e4ude an die jeweils gleiche seitliche Grundst\u00fccksgrenze anzubauen, z.B. die n\u00f6rdliche. Auf der jeweils anderen Seite ist ein seitlicher Bauwich freizuhalten, dieser hat die halbe Geb\u00e4udeh\u00f6he, mindestens aber 3 m zu betragen. Im seitlichen Bauwich sind KEINE Nebengeb\u00e4ude zul\u00e4ssig, bauliche Anlagen, deren Verwendung der von Geb\u00e4uden gleicht (z.B. Carports), d\u00fcrfen errichtet werden. Auch hier d\u00fcrfen Garagen also nur au\u00dferhalb des seitlichen Bauwichs errichtet werden.   <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\" data-block-type=\"core\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.raum-planung.at\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/offen1.jpg\" alt=\"Grafik offene Bebauungsweise in N\u00d6\" class=\"wp-image-1107\" width=\"400\" height=\"295\"\/><figcaption>offene Bebauungsweise in N\u00d6 (eigene Darstellung, N\u00d6 ROG 2014)<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Offen \u2013 beiderseits des Hauptgeb\u00e4udes muss ein seitlicher Bauwich freigehalten werden. Dieser hat die halbe Geb\u00e4udeh\u00f6he, mindestens aber 3\u00a0m zu betragen. EINER der beiden seitlichen Bauwiche ist von Nebengeb\u00e4uden freizuhalten (bauliche Anlagen, deren Verwendung der von Geb\u00e4uden gleicht, z.B. Carports, sind zul\u00e4ssig). Auf einer Seite des Hauptgeb\u00e4udes kann also ein Nebengeb\u00e4ude (z.B. eine Garage), auf der anderen eine bauliche Anlage (z.B. ein Carport) errichtet werden.<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Anmerkung: f\u00fcr den seitlichen Bauwich ist zu beachten, dass bei einer Geb\u00e4udeh\u00f6he von mehr als 8 m und einer Geb\u00e4udel\u00e4nge von \u00fcber 15 m die gesamte Geb\u00e4udeh\u00f6he als seitlicher Bauwich freizuhalten ist.<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Die geschlossene Bebauungsweise erm\u00f6glicht die Bebauung\nschm\u00e4lerer Grundst\u00fccke und trennt durch die Schaffung eines geschlossenen\nEindrucks die \u00f6ffentlichen Fl\u00e4chen klar von privaten, die dadurch uneinsehbar sowie\nvon L\u00e4rm und Wind gesch\u00fctzt werden. F\u00fcr fl\u00e4chensparende und somit auch in der\nErhaltung kostensparende Siedlungsstrukturen sowie eine erh\u00f6hte Aufenthaltsqualit\u00e4t\nempfiehlt sich deshalb oftmals die geschlossene Bebauungsweise gegen\u00fcber den \u00fcbrigen:\ndiese machen gr\u00f6\u00dfere Grundst\u00fccksbreiten erforderlich und erm\u00f6glichen dar\u00fcber\nhinaus durch die einzuhaltenden seitlichen Bauwiche nur wenig private und\nruhige Bereiche f\u00fcr die BewohnerInnen.<\/p>\n\n\n\n<p data-block-type=\"core\">Durch die aktuelle Definition der geschlossenen\nBebauungsweise, dass das Hauptgeb\u00e4ude mehr als die H\u00e4lfte der Grundst\u00fccksbreite\neinnehmen muss (und nicht wie oftmals angenommen die gesamte), ist es auch auf\nverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig breiten Parzellen m\u00f6glich, die geschlossene Bebauungsweise\neinzuhalten, gleichzeitig kann eine Teilung breiter Grundst\u00fccke und somit eine\nverbesserte Nutzung der vorhandenen kommunalen Infrastruktur erfolgen, ohne\ndass die Bebaubarkeit der neu geschaffenen Baupl\u00e4tze eingeschr\u00e4nkt w\u00fcrde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Etwa die H\u00e4lfte der nieder\u00f6sterreichischen Gemeinden hat einen Bebauungsplan verordnet, um die Entwicklung der Siedlungsstrukturen lenken zu k\u00f6nnen und die Verkehrserschlie\u00dfung zu regeln. 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