Otto Wagners Vision lebt fort – der Grüne Ring um Wien

aktuelles aus der Planungspraxis aus dem Raumplanungsbüro Fleischmann in Stillfried

Vor über 100 Jahren wirkte der berühmte Stadtplaner Otto Wagner in Wien, eines der von ihm zentral verfolgten Themen war der ringförmige Aufbau der Stadt – noch heute zeugen im Bereich der Verkehrsabwicklung die Ringstraße und der „Gürtel“ mit der ehemaligen Stadtbahn, der heutigen U6, von seinen Planungen, die aber noch weitere Maßnahmen umfassten. So soll nun 100 Jahre nach Otto Wagners Tod der schon von ihm vorgesehene „Grüne Ring“ umgesetzt werden – ein Band von Agrar- und Grünflächen rund um die Bundeshauptstadt soll in Zusammenarbeit der Umlandgemeinden Wiens, des Landes Niederösterreichs und der Stadt Wien entstehen.

Einerseits bestehen durch den Wienerwald und die Donauauen bereits großflächige Bereiche im Nahebereich der Millionenstadt, andererseits gilt es, diese Grünräume zu vernetzen, um die Biodiversität zu fördern.

Grüner Ring um Wien

Hierzu sollen nicht zuletzt die von der Niederösterreichischen Landesregierung in Zusammenarbeit mit den betroffenen Gemeinden durchgeführten Leitplanungen beitragen: die Leitplanung Nordraum Wien entlang der hochrangigen Verkehrsachse A5 und die Leitplanung Mödling an der Südachse sind bereits abgeschlossen (und haben das Vorhaben entsprechend berücksichtigt), nun sollen mit den Leitplanungen Weinviertel Südost und Schwechat weitere Schritte gesetzt werden.

Die Planungsprozesse umfassen Maßnahmen zur Siedlungs- und Betriebsgebietsentwicklung, sollen aber natürlich auch die Grünraumvernetzung sicherstellen, dies nicht zuletzt durch die Festlegung von Siedlungsgrenzen.

Die Arbeiten für die regionale Leitplanung Weinviertel Südost starten in diesen Wochen, die gemeindeübergreifende Zusammenarbeit verspricht interessante Einblicke und Denkanstöße!

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